Der Schlauchmagen/ Sleeve Gastrectomy
Was ist der Schlauchmagen?
Der Schlauchmagen, auch „Sleeve gastrectomy“ genannt, bezeichnet eine Magenteilresektion, welche bei hohem Übergewicht (Adipositas) angewandt wird.
Im Prinzip besteht die Schlauchmagenbildung darin, daß der Magen verkleinert wird und wie ein langer Schlauch aussieht, weshalb der Begriff „Schlauch“ (Sleeve) gewählt wurde.
Bei der Schlauchmagen-Operation werden 2/3 des Magens entfernt, was eine schnellere Sättigung (schnelleres Völlegefühl) zur Folge hat.
Nach der Umformung des Magens in einen Schlauch wird der Rest des Magens entfernt. Der natürliche Magenausgang bleibt bestehen. Dies sorgt auch weiterhin für einen normalen Magenentleerungsprozess.
Ein Nebeneffekt bei der Schlauchmagenbildung entsteht durch die Entfernung der Produktionsstelle des Appetithormons Ghrelin. Dieses liegt im oberen Teil des Magens (Fundus) und wird bei der Resektion des Magens entfernt.
Vorteile des Schlauchmagens
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Einfache Durchführbarkeit und relativ kurze OP-Zeit
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Magenpassage unverändert
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Durch die Entfernung des Ghrelin-Hormons eingeschränktes Appetitgefühl
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Umwandlung zum Magenbypass o. ä. zum späteren Zeitpunkt möglich
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Außer Vitamin B12 -Zufuhr keine Substitution notwendig
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Kein Dumping
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Durchschnittlich hohe Gewichtsreduktion des Übergewichtes (50-60 %)
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Dadurch deutliche Besserung des metabolischen Syndroms
Nachteile des Schlauchmagens
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Erfordert Disziplin bei der Menge der Nahrungsaufnahme, da es sonst zur Ausdehnung des Magens kommen kann
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Keine Rück-Operation möglich, da der Magen entfernt wird
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Zuckerhaltige Lebensmittel und Getränke werden vertragen
Voraussetzung für eine erfolgreiche Gewichtsreduktion mit dem Schlauchmagen
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Umstellung der Ernährungsgewohnheiten bezugnehmend sowohl auf die Menge der Nahrungszufuhr, als auch auf eine nährstoffreiche Ernährung.
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Bereitschaft sich regelmäßigen Nachuntersuchungen in der Klinik zu unterziehen um Komplikationen vorzubeugen, wie z. B.: Ausdehnung des Magens, Darmprobleme, etc.
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Bewegung gehört genau wie die Ernährungsumstellung dazu. Meist beginnen die Patienten damit, wenn sie ein paar Kilo Gewicht reduziert haben und das Bewegen wieder leichter fällt.
Die Operation
Der Schlauchmagen wird gebildet, indem der Magen längs durchtrennt und gleichzeitig verschlossen wird. Der größere Teil des Magens wird entfernt. Es verbleibt – wie der Name sagt – ein schlauchförmiger Magenrest mit einem kleinen Reservoir am Magenausgang mit einer möglichen Gesamtfüllmenge von ca. 80 ml. Die Operation wird laparoskopisch (Schlüssellochtechnik) durchgeführt. Hierbei werden lediglich 5 kleine Schnitte gemacht. Bei der Operation wird der Magenausgang (Pylorus) mit seiner nervalen Versorgung nicht geschädigt, sodaß sich der Magen normal in den Zwölffingerdarm entleert.

