Ernährung nach der Operation zur Magenverkleinerung

Die ersten 2 Wochen nach dem Eingriff: Flüssignahrung
Sie dürfen alles zu sich nehmen in Flüssigform, z.B.: Suppen, verdünnter Joghurt, Brühe, etc.
Es gibt hier kein richtig oder falsch- Sie dürfen kreativ werden. Wichtig ist, daß der Magen nicht belastet wird und die Nahrung gut „durchrutschen“ kann, bis alles gut eingeheilt ist.

Die 3. Woche nach dem Eingriff: breiige Kost
Nun dürfen Sie anfangen etwas festere Kost zu sich zu nehmen, z.B.: Kartoffelbrei, püriertes Gemüse, Joghurt, etc. Auch hier dürfen Sie Ihrer Phantasie freien Lauf lassen.

Ab der 4. Woche:
Jetzt geht’s los. Fangen Sie langsam an normal zu essen. Es ist alles erlaubt! Es kann allerdings sein, daß Sie das ein oder andere Lebensmittel nicht mehr vertragen, wie beispielsweise Fleisch. Das muss aber nicht sein. Probieren Sie langsam alles aus und trauen Sie sich. Es kann nichts kaputt gehen.

Wichtig:

Es gibt einige Faustregeln, die unbedingt zu beachten sind:

  • Nehmen Sie sich bewusst Zeit
  • Essen Sie langsam in kleinen Happen
  • Kauen Sie gut
  • Testen Sie nicht wie viel in den kleinen Restmagen passt, hören Sie auf Ihr Völlegefühl.
  • Kein Trinken zum Essen (Die Nahrung wird verflüssigt und rutscht durch)
  • Über den Tag verteilt viel Trinken in kleinen Schlucken (1,5 – 2 L täglich)
  • Körperliche Belastung (Heben, Tragen, Sport, etc.) in den ersten 14 Tagen nach der Operation vermeiden.


Erbrechen

Es kann anfänglich sein, daß Sie sich übergeben müssen. Das kann unterschiedliche Gründe haben:

  • Die oben genannten Punktewurden noch nicht zur Genüge eingehalten und der kleine Magen wurde überreizt.
  • Mentale Blockade: Durch Angst kann der Körper mit einer „Blockade“ reagieren. Übelkeit und Erbrechen können die Folge sein. Es kann nichts passieren! Fangen Sie langsam an zu essen, warten Sie zwischen den einzelnen Happen 1-2 Minuten ab. Vielleicht hilft es Ihnen, wenn Sie jemanden zur Unterstützung dabei haben.
  • Sättigungsgefühl: der Sinn des operativen Eingriffs war es, ein früheres Sättigungsgefühl zu erreichen. Es gibt keine Faustregel, welche Nahrungsmenge dieses auslöst. Sie werden neu lernen müssen auf Ihren Körper zu hören.

Sollte das Erbrechen nicht binnen 48 Std. nachgeben, melden Sie sich bitte umgehend in der Klinik unter 030- 809 88 212.  Es ist besser, einmal zu viel anzurufen als zu spät. Größere Komplikationen lassen sich so vermeiden.

Schmerzen
Wundschmerzen sind in den ersten 1- 2 Wochen nach dem operativen Eingriff normal.
Allerdings sollte die Nahrungsaufnahme an sich keine gesonderten Schmerzen hervorrufen. Sollten sich die Schmerzen verschlimmern oder neue Schmerzen auftreten, melden Sie sich bitte in der Klinik. Es muss nichts dramatisches sein, aber eine Abklärung ist immer besser!

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Wir freuen uns sehr, ab dem 01.05.2012 Frau Dr. med. Anke Richter in unserem Team begrüßen zu dürfen.

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