persönlicher Antrag

In einem persönlichen Antragsschreiben hat der Patient die Möglichkeit seine Bitte um Kostenübernahme mit seinen eigenen Worten zu formulieren. Dieses Schreiben ist nicht unwichtig, da die Krankenkasse/ der MDK somit einen ehrlichen und direkten Einblick in das Leben, die Gefühle, das seelische und körperliche Leid der Patienten bekommt. Dabei soll der Antrag nicht übertrieben sein, sondern ehrliche Wünsche und Ziele beinhalten, wie z. B.: "Ich möchte gerne wieder in normalen Boutiquen Kleidung kaufen gehen" oder "ich möchte mit meinem Sohn Fußball spielen können".

Dieser Antrag kann handschriftlich oder maschinell erstellt werden, muß aber immer handschriftlich persönlich unterschrieben sein.

Wichtig: Der Patient hat eine Bitte an seine Krankenkasse. Diese sollte auch so formuliert werden. 

TIPP: Verwenden Sie KEINE Vordrucke!

 Einige Kassen haben eigene Patientenfragebögen. Wir besprechen im Einzelfall mit Ihnen was genau für Ihren Antrag wichtig ist.

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News
12.04.2017

Presse-Artikel

Der Tagesspiegel Berlin hat in seiner Monatgs-Ausgabe vom 10.04.2017, in der Rubik Gesundheit, einen Bericht über den Weg einer unserer Patientinnen gebracht. Wie sie Hilfe suchte und erfolgreich mit Hilfe der Magenbypass Operation 80kg Gewicht verlor.

Der Artikel erscheint nochmal am 13.04.2017 in der Ausgabe des Magazins: Tagesspiegel Gesundheit.

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28.03.2017

Calciumcarbonat oder Calciumcitrat – welches Präparat ist besser nach einer bariatrischen OP?

Calcium ist ein Mineralstoff, welcher unerlässlich ist für den Knochenstoffwechsel. Bei einer unzureichenden Versorgung kann es daher zu Abbauprozessen an den Knochen und Zähnen kommen. Nach einem bariatrischen Eingriff besteht deshalb die Empfehlung Calcium lebenslang zu supplementieren. Es gibt verschiedene Darreichungsformen von Calcium: Als Calciumcarbonat und als Calciumcitrat. Das anorganische Calciumcarbonat benötigt ein saures Milieu, um sich aufzulösen. Im Normalfall reicht die Magensäure dafür aus, doch in manchen Fällen ist zu wenig Säure vorhanden oder es werden säurehemmende Medikamente eingenommen, was die Aufnahme erschwert. Calciumcitrat kann auch bei weniger Magensäure gut gelöst werden. Die Resorptionsrate unterscheidet sich allerdings nur um wenige Prozent. Einigen Präparaten, die Calciumcarbonat enthalten, wird aus diesem Grund Zitronensäure zugesetzt, um eine bessere Aufnahme zu ermöglichen. Bei flüssigen Präparaten liegt das Calcium bereits in gelöster Form vor.

Generell kann die Calciumresorption durch Milch und Fett gefördert, durch Eisen jedoch gehemmt werden. Lassen Sie deshalb mindestens 2 Stunden Zeitabstand zwischen der Einnahme eines calcium- und eines eisenhaltigen Präparates. Am besten sollte Calcium über den Tag verteilt eingenommen werden oder vor dem Schlafen gehen, was einem nächtlichen Knochenabbau vorbeugen kann. Schlechte Calciumwerte können auch durch einen Vitamin-D-Mangel hervorgerufen werden, denn das Vitamin ist notwendig für die Calciumeinbauprozesse. Daher sollten Calcium und Vitamin D stets zusammen nach einer bariatrischen Operation eingenommen werden.

Quelle: „Herausforderung Adipositaschirurgie“ von Dr. Heike Raab und „Ernährung im Kontext der bariatrischen Chirurgie“ von Mario Hellbardt


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03.03.2017

Gehärtetes Fett und Trans-Fettsäuren

Auf natürlichem Weg entstehen Trans-Fettsäuren (= TFA) im Pansen von Wiederkäuern durch Bakterien, die gesättigte Fettsäuren im Futter umwandeln. So gelangen die TFA in die Milch und Milchprodukte, genauso wie in das Fleisch von Rind, Schaf und Ziege. Sie können aber auch bei der industriellen Verarbeitung von Pflanzenölen entstehen. Dieser Prozess nennt sich „Fetthärtung“. Bei einigen Produkten sind gehärtete Fette notwendig um bestimmte Qualitätsansprüche wie Konsistenz, Temperaturbeständigkeit oder Haltbarkeit zu erfüllen, z.B. bei Frittiertem, Fast Food oder Gebäck. Bei der Härtung von Fett werden die freien Doppelbindungen von ungesättigten Fettsäuren mit Wasserstoff abgesättigt. Wenn die Fette nicht vollständig, sondern nur teilgehärtet werden, können als Zwischenprodukt TFA entstehen. Dem Bundesinstitut für Risikobewertung zufolge, nehmen Verbraucher in Deutschland die meisten TFA über Butter, Fleischerzeugnisse, Pizza, frittierte Kartoffelgerichte und Milchprodukte zu sich. Markenmargarinen und Streichfette weisen seit der Herstellungsumstellung aus den 1990-er Jahren in der Regel weniger als 1% TFA auf. In Bezug auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind sowohl die natürlichen TFA als auch die industriellen Ursprungs bedenklich. Sie lassen das LDL-Cholesterin und den Triglycerid-Spiegel ansteigen und senken zugleich das HDL-Cholesterin. Bei Lebensmittelverpackungen sollte daher darauf geachtet werden, ob „ganz gehärtete“ oder „teilweise gehärtete“ Fette enthalten sind, da nur bei der Teilhärtung TFA entstehen können.

Quelle: Unilever Ernährungs-Forum Mai 2016


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